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Der Lange vergessene Sumpfkalk wird wieder entdeckt.
Der Sumpfkalk ist wohl das älteste Bindemittel das im Bau verwendet wird. Die Kunst des Kalkbrennens reicht weit in die Vorgeschichte zurück. Der älteste Kalkofen, den man bisher gefunden hat, war um 2000 vor Chr. in Mesopotamien in Betrieb. Lange war der Sumpfkalk in Vergessenheit geraten und wurde nur noch in der Denkmalpflege verwendet.
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Doch mit dem Steigenden Umwelt und Gesundheitsbewusstsein entdeckten Architekten und Bauherren die Qualitäten des Weisskalkhydrates (Cao) wieder. So wird Kalk heute in Biogrundputzen, Mineralischen Fertigputzen und bei diversen Spachteltechniken als Bindemittel eingesetzt. Hergestellt wird Sumpf- oder Weisskalk aus dem im Schweizerjura vorkommendem Kalkstein (CaCo3).
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Bei ca. 1100 Grad °C wird dem Gestein das Kohlendioxid (Co2) ausgebrannt. Anschliessend wird der gebrannte Kalk gelöscht, indem man ihn mit Wasser besprüht, bis der Kalk in Pulver zerfällt. Nun hat man Kalkhydrat (CaOH2) in Pulverform. Dieses wird vorallem in Biogrundputzen als Bindemittel eingesetzt. Um Sumpfkalk zu erhalten, giesst man soviel Wasser auf den gebrannten Kalk, bis dieser völlig mit Wasser bedeckt ist.
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Dieser Brei wird dann ca. 2 Jahre gelagert, bevor er in diversen Putzen zur Anwendung kommt. Das beste am Sumpf- oder Weisskalk ist, wenn der Putz aufgetragen wurde und abgebunden hat, ist seine chemische Formel (CaCo3), also haben Sie nichts anderes als Schweizerjura Kalk an Ihren Wänden.
R. Steiner
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